HEILIGE FLORIAN - SCHUTZPATRON der Feuerwehr
Der heilige Florian fand als Schutzpatron gegen Feuersnöte und Brandgefahr stets große Verehrung. Dabei hat sein Martyrium im Jahre 304 n. Chr. In Lauriacum (Lorch) in der Nähe von Enns ursprünglich nichts mit dem Feuer oder Brandschutz zu tun. Florian war ein hoher römischer Beamter in Lauriacum. Er musste jedoch als Christ nach einer Verfügung des Diokletian, der ein Christenverfolger war, seine Stellung als Beamter aufgeben und zog sich daher nach Aelium Cetium (St. Pölten) zurück. Als er dort von den grauenhaften Christenverfolgungen in Lauriacum erfuhr, begab er sich in seine frühere Heimatstadt zurück, um unerschrocken seinen Glaubensgenossen beizustehen. Dort wurde er jedoch ergriffen, und da ihn sein früherer Vorgesetzter, der Statthalter Aquilinus, nicht zum Abfall vom christlichen Glauben bewegen konnte, wurde er gefoltert und mit einem Stein um den Hals in den Ennsfluß gestürzt. Die ältesten schriftlichen Quellen vom Leben und Sterben des heiligen Florian finden sich im „Matyrologium Hieronymianum“, einer Märtyrerliste. Sein Tod in der Enns symbolisiert das Wasser und im Zusammenhang damit das Feuer. Seit dem Ausgang des Mittelalters wird er als Patron gegen Feuer- und Wassergefahr verehrt und meist so dargestellt, wie er aus einem Eimer Wasser auf ein brennendes Haus gießt. |
![]() |
Das Grab des Heiligen befindet sich im Stift St. Florian in Oberösterreich. Er wurde als Schutzpatron des Hauses Habsburg auch als „Grenzwächter“ gegen die Türkengefahr verehrt. Die im 19. Jahrhundert entstandenen Feuerwehren haben den heiligen Florian als ihren Schutzpatron erwählt. Der „Florianitag“, 4. Mai, wurde zum Festtag der Feuerwehren. |
|